Brillant Ring - Petra III - ein Juwel mit vielen Facetten

Im Jahr 2009 hat sie den Betrieb aufgenommen: PETRA III, die brillanteste Speicherring-Röntgenstrahlungsquellen der Welt. Als leistungsstärkste Lichtquelle ihrer Art bietet sie den Wissenschaftlern exzellente Experimentiermöglichkeiten mit Röntgenstrahlung besonders hoher Brillanz. Davon profitieren vor allem Forscher, die sehr kleine Proben untersuchen wollen oder stark gebündeltes, sehr kurzwelliges Röntgenlicht für ihre Analysen benötigen.

Die weltbeste Lichtquelle ihrer Art

Nach seinem Einsatz für die Teilchenphysik diente der PETRA-Beschleuniger zunächst als Vorbeschleuniger der großen HERA-Anlage. Als HERA im Jahr 2007 abgeschaltet wurde, baute DESY den PETRA-Ring innerhalb von nur zwei Jahren zur weltbesten Speicherring-Röntgenstrahlungsquelle aus. Dafür mussten knapp 300 Meter des 2,3 Kilometer langen Ringbeschleunigers komplett umgebaut und eine neue Experimentierhalle errichtet werden.

Im Endausbau hat PETRA III 14 Messplätze mit bis zu 30 Instrumenten. Exzellente Experimentiermöglichkeiten garantiert der Einbau von Undulatoren, langen Magnetanordnungen, die Röntgenstrahlung mit besonders hoher Brillanz liefern. Das bedeutet vereinfacht: Sehr viele Photonen sind auf kleinster Fläche gebündelt und bilden einen extrem intensiven Lichtstrahl. So liefert PETRA III auf einer Fläche von einem einzigen Quadratmillimeter einen ebenso hohen Photonenfluss wie DORIS III auf einigen Quadratzentimetern.

Zahlen und Fakten
  • Ringbeschleuniger für Elektronen und Positronen
  • Länge: 2304 Meter
  • Inbetriebnahme: 1978
  • 1978-1986: Teilchenphysik
  • 1987-2007: Vorbeschleuniger für HERA und Quelle für Röntgenstrahlung
  • seit 2009: weltweit brillanteste Speicherring-Röntgenstrahlungsquelle
  • 14 Messplätze mit bis zu 30 Instrumenten